Gut Nieden2020-04-06T09:44:29+00:00

Gut Nieden

Programm

(Änderungen sind vorbehalten.)

11 | 14 Uhr

  • Besichtigung des Parks
  • Begegnung mit dem Hausherren

Gut Nieden

Strasse der Freundschaft

17309 Nieden

Gut-Nieden@t-online.de

In einem Bericht eines Viten des Bischofs Otto von Bambergs wird erstmals Nedam 1121 erwähnt. Bereits seit dem 6. Jahrhundert war Nieden eine wichtige slawische Festung, deren Niedergang mit der Zerstörung durch die Heere des polnischen Königs Boleslaus III. einherging. Der Herzog von Pommern ließ ein festes Haus, „dat feste Hus to Nedam“, zur Sicherung der Uckerfurt erbauen.

Zu Brandenburger Zeit 1655 ging der umfangeiche Besitz mit dem Rittergut Nieden, den Rittergütern Schmarsow, Rollwitz, Damerow und Züsedom sowie weiteren Pertinenzien z.B. in Papendorf und Fahrenwalde im Großraum Pasewalk durch Erbgang von der Ilsabe Lucretia v. Lindstedt an ihren Verlobten Joachim George v. Winterfeld a.d.H. Menkin, Kriegs- und Kreiskommissar der Uckermark, Herr auf Spiegelberg, Trampe und Woddow, ein Sohn des Adam v. Winterfeld auf Schievelbein, Menkin, Kutzerow, Dolgen und den Sternhagen’schen Gütern, Kriegskommissar und Direktor der Uckermark und des Kreises Stolpe und der Anna v. Roebel, über. Seinerzeit bildete sich das Rittergut Spiegelberg zum Hauptsitz der Herrschaft heraus. Im späteren Verlauf zweigten sich daraus die Häuser Schmarsow-Nieden und Damerow ab.

In den Kriegswirren brannte 1945 das Haus sowie Teile des großen Wirtschaftshofes nieder. Ein eiligst im Gutsdorf gebildeter Treck wurde von der Roten Armee bei Neustrelitz eingeholt und zur Rückkehr nach Nieden gezwungen. Mit seinen fast 70 Jahren wurde Hans-Karl und seine Frau verhaftet und verschleppt und ohne irgendein Gerichtsverfahren schließlich des Kreises in ein Lager verwiesen, was in Folge zur Flucht in die Westzone Berlins bzw. in den Westen Deutschlands 1945 führte.

Mit der Wende und Wiedervereinigung Deutschlands konnte der Sohn Hans – Karls – Detlof v. Winterfeld, geb 1917, und seine Frau Marie-Elisabeth, geb. v. der Decken, zurückkehren und den Rückerwerb vormaliger, enteigneter Gutsflächen in Nieden und im benachbarten Damerow vorantreiben sowie ein völlig verwahrlostes, ruiniertes Vorwerk im Dorf zwecks Bewirtschaftung des Betriebes sanieren. Das alte Verwalterhaus auf diesem Gutshof bildet nach aufwendiger Sanierung das „neue“ Gutshaus und wird von der Erbengeneration bewohnt.