Gut Nieden2021-05-26T07:39:46+00:00

Gutskirche Nieden

Programm

(Änderungen sind vorbehalten.)
10 – 14 Uhr Besichtigung der alten Gutskirche und Begegnung mit dem Hausherrn in der Kirche.

Gut Nieden

Straße der Freundschaft
17309 Nieden
E-Mail: Gut-Nieden@t-online.de

In Nieden haben Sie die Gelegenheit die uralte in ihrer Ausstattung herausragende Patronatskirche des alten Gutes zu besuchen. Auch hier im Dorf prägte die „Dreifaltigkeit“ von Gut, Herrenhaus und Gutskirche das Leben der Bevölkerung. Während die Burg bereits im 12. Jahrhundert und das später errichtete Herrenhaus Nieden (Nedam) – als „dat feste Hus tu Nedam“ bezeichnet – sowie das Gut bis auf ein Vorwerk (Nebengehöft des Gutes) Ende des 2. Weltkrieges der Zerstörung anheim fielen, überstand die etwa um 1230 erbaute Feldsteinkirche den Wirren der Zeit. Das Innere der spätromanischen und im 17. Jahrhundert barock überwölbten Kirche ist durch unterschiedliche Stile der Renaissance, des Barocks und schließlich der frühen Moderne geprägt. 1911 beauftragte der damalige Patronatsherr Hans v. Winterfeld den jungen aufstrebenden Architekten Bruno Taut, die Kirche zu sanieren. Bruno Taut integrierte moderne Elemente sehr sensibel in die Vielfalt der vorstechenden historischen Stile. Taut übertrug die Ausmalungen der Kirche an den befreundeten bekannten Hamburger Kunstmaler Mutzenbecher. Die Landwirtschaft des Gutes Nieden wird auch heute noch nach Heimkehr der Adelsfamilie nach der Wiedervereinigung 1998 von ihr betrieben, die sich gemeinsam mit einem Förderverein für die Kirche und das Dorf Nieden einsetzt. Die Gemeinde feiert dieses Jahr ihr 900-jähriges Jubiläum der erstmaligen Erwähnung durch einen Viten (Beauftragten) des Bischofs Otto von Bamberg 1121.