Gut Wardow 2017-07-13T09:28:37+00:00

Gut Wardow

Gut Wardow

Schulstraße 2
18299 Wardow
Gegen den Strom – und mit der Zeit Schloss Wardow war und ist der Mittelpunkt des Gutes. Das Herrenhaus wurde um 1840 im Stile der Tudorgotik erbaut und soll in der nächsten Zeit saniert werden! Wir freuen uns auf dieses spannende Projekt!

Geschichte

Der Name Wardow taucht im Jahre 1270 erstmalig in einer Urkunde auf. Damals führte zu dieser Zeit eine nördliche „Via Regia“ von West nach Ost. An dieser königlichen Handelsroute war in Polchow eine Raststätte, während nordöstlich des heutigen Gutshauses in Wardow eine Wallburg lag. Die Erdanlage des Burgwalls ist noch erhalten.
Während zu Beginn noch von Klein Wardow und Groß Wardow die Rede war, sprach man ab dem 16. Jahrhundert nur noch von einem Gut Wardow. Klein Wardow gehörte damals der Familie von Hahn aus Basedow. Das Gut Klein Wardow wurde im Jahre 1405 an die von Lehsten verpfändet. Im Laufe des 15. Jahrhunderts erwarben sie auch Groß Wardow. Wardow blieb über mehrere Jahrhunderte hinweg Stammgut der Familie von Lehsten. Im Jahre 1728 erwarb Heinrich Graf von Bassewitz das Gut Wardow mit Jahmen und Wozeten. Dieses wird unter anderem auch durch den „Reisebericht“ aus „Nimrods Tagebuch“ aus dem Jahre 1828 bestätigt. 1870 erwarb dann Johann Mierendorf das Gut. Als dieser dann um 1900 herum verstarb, vererbte er das Gut an seine vier Töchter. Zwei, namentlich Hedwig Groth und Amanda von Ammon behielten es bis zu seiner Auflösung 1934. Bis zum weiteren Verkauf an Frau Bertha Mauch im Jahre 1941 gehörte das Gut der Mecklenburgischen Landgesellschaft. Bereits ein Jahr später wurde das Gebäude als „Maidenlager“ genutzt. Nach 1945 gab es unterschiedliche Nutzungen: Ab Mitte der 1950 er Jahre wurde das Gebäude bis 2002 als Schule genutzt. Seit dem Sommer 2008 hat das inzwischen sehr stark vereinfachte Gutshaus neue Eigentümer, die Gebäude und Park renovieren und dort neben einer privaten Wohnung ein kleines Landhotel einrichten möchten. Das Gutshaus, das in einer Stellungnahme des Rates des Kreises aus dem Jahre 1977, als das schönste tudorgotische Gutshaus Mecklenburgs bezeichnet wird, soll dann wieder für Gäste Türen und Tore geöffnet haben.