Gutshaus Below 2018-06-13T10:30:41+00:00

Gutshaus Below

Programm

(Änderungen sind vorbehalten.)

Espressobar in der Alten Stellmacherei

14 – 18 Uhr

  • Angebot der Espressobar
  • Pasteten und Soljanka

Gutshaus

15 | 16:30 | 18 Uhr 

  • Hausführungen

19 Uhr

  • Wildschwein am Spieß im Gutspark (vom offenen Buchenholzfeuer)

20 Uhr

  • Datscha Dance im Festsaal Osteuropäischer Tumult mit Auflegejewitsch Gregor Rajewski und Live-Musikern Oana Cătălina Chiţu (Gesang) und Dejun Jovanovic (Akkordeon)

Gutshaus Below

Dorfstraße 17
17209 Below
Telefon: 039925. 739 982

www.gutshausbelow.de

Das Gutshaus Below sieht sich als Ort für Reisende und Entdecker, Musen und Romantiker, Naturliebhaber und Nachtschwärmer, Ruhe- und Erholungssuchende, als ein Ort der Regenerierung. Ein wunderbares Kleinod für Landpartien, Familienfeste, Seminare und Konzerte, auch die Gesundheit soll hier nicht zu kurz kommen.

Geschichte

Das ehemals Ritterschaftliche Gut Below mit dem dazugehörigen Dorf Grabow können als ursprünglich wendische (elbslawische) Siedlungen semantisch auf einen alten Hainbuchenort (grabu = Hainbuche) zurückgeführt werden, die die mittelalterliche Kolonisation der nordöstlichen Gebiete durch Gründung germanischer Siedlungen, unter anderem durch den Wendenkreuzzug 1147, zunächst überdauerten.

Das Gebiet mit den dort lebenden Siedlern wird erstmals 1344 von Fürst zu Werle dem Andreas Flotow zu Stuer beurkundet belehnt, wobei in den folgenden Jahren mehrere Gutsherren vorstanden, die dort jedoch meist nicht ihren Wohnsitz hatten. So existiert eine weitere niederhochdeutsche Urkunde aus dem Jahre 1464, in der Heinrich der Jüngere, Herzog zu Mecklenburg, Graf zu Schwerin, Fürst zu Wenden, eine früher beurkundete Verpfändung der Vettern Philipp und Hans Priegnitz zu den Vinken über die Feldmark mit Wald, Weiden und Äckern zu Below an die Stadt Wittstock bestätigt.

Während des 30jährigen Krieges und seinen Folgejahren (1618-1648) fand eine Zersplitterung der grundherrlichen Rechte mit mehreren Teilbesitzern statt.

Im Jahre 1679 interessierte sich der Gutsherr von Ludorf und Besitzer weiterer Güter, Graf von Knuth, für den Grundbesitz und begann um 1680 die Planungen für den Bau des Gutshauses in Below in barocker Fachwerkbauweise. Er erwarb den Besitz schließlich 1689 einschließlich des Kirchenpatronats und wandelte ihn 1695 wie auch andere Güter zu einem Allodialgut (unteilbares Lehen, weibliche Nachfolge möglich) um.

1720 verkaufte er sein Allodial Guth Below nebst dem dabeigelegenen Dorf Grabow mit Einschluß des Kirchenpatronats für 7000 Reichstaler an den Hauptmann von Seitz, der seinen Wohnsitz im Gutshaus Below einnahm. Er errichtete mehrere Gebäude um einen viereckigen Hof und gründete eine Glashütte. 1741 erweiterte er das Gutshaus um zwei Fensterachsen, es existiert eine halbperspektivische Carte von dem hochadeligen Guthe Below von 1768. In späteren Jahren wurde an der südlichen Seite ein Gesindehaus, an der nördlichen Seite ein Festsaal angebaut. In diese Zeit dürfte auch die Anlage des Gutsparks als englischer Landschaftspark datieren.

In den folgenden Jahren wurde die Gutsanlage meist aus Finanznöten mehrfach verkauft, bis sie 1946 enteignet und der Bodenreform mit der Aufteilung in 37 Teile unterworfen wurde. In der Nachkriegszeit diente das Gutshaus der Unterkunft vieler Heimatvertriebener und beherbergte unter anderem auch einen Konsum und eine Arztpraxis während der deutschen Teilung.

Seit 1991 befindet sich das Gutshaus Below wieder in Privatbesitz und ist dem Denkmalschutz unterstellt. Das barocke Gutshaus wurde 2012 – 2013 umfassend restauriert. Hierbei wurde besonderer Wert auf die Wiederherstellung der nostalgischen Atmosphäre gelegt, ohne auf den Komfort der heutigen Zeit zu verzichten. Dies spiegelt sich in der Einrichtung der behaglichen Räumlichkeiten mit Gutshausflair wider, die an alte Zeiten erinnern, als hätte die Gutsherrin gerade das Zimmer verlassen. Das Haus verfügt über zwei großräumige Ferienwohnungen und ein zusätzliches separates Zimmer für insgesamt maximal 10 Personen. Für kleinere Veranstaltungen aller Art kann der Festsaal nach Absprache genutzt werden. Der englische Gutspark steht den Gästen zur Erholung und Entspannung zur Verfügung. Im Gutshaus befindet sich eine Naturheilpraxis, was eine Kombination aus Erholung und Gesundheit ermöglicht.

Das Ergebnis der Restaurierung wurde mit dem 1. Platz des Bundespreises für Handwerk in der Denkmalpflege ausgezeichnet, der von Ministerpräsident Erwin Sellering im Goldenen Saal des Neustädtischen Palais in Schwerin am 26. November 2014 überreicht wurde. Die Begründung der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks gebildeten mehrköpfigen Jury lautete:

„Mit den neuen Eigentümern Sylke Klemm und Dr. Wolfram Klemm hat die im Kern auf 1680 zurückgehende Gutsanlage in Below eine Zukunft bekommen. Mit großem Engagement und Einfühlungsvermögen haben sie in enger Absprache mit einem in der Denkmalpflege erfahrenen Ingenieur das Gutshaus von 1740 behutsam erneuert. Unter Zuhilfenahme versierter Handwerker, in traditionellen Techniken und mit historischen Materialien wurde ein bedeutendes Denkmal instand gesetzt und einer denkmalgerechten Nutzung zugeführt.“