Gutshaus Kutzerow2020-04-06T09:45:27+00:00

Gutshaus Kutzerow

Programm

(Änderungen sind vorbehalten.)

Ausstellung von historischen Fahrzeugen

10 – 17 Uhr

  • 2 Führungen, 1 davon in der Oldtimer Werkstatt vor Ort

10-17 Uhr

  • Warme und kalte Getränke, Kuchen,

14 Uhr

  • Führung im Gutshaus

15 Uhr

  • Gespräch mit dem Eigentümer

Gutshaus Kutzerow

Kutzerow 5-8

17337 Uckerland

039853-64497

michaelschneider@gmx.com

www.kutzerow.de

Das Gut Kutzerow liegt rund 12 Kilometer nordwestlich von Prenzlau. Die Häuser Kutzerow und Zernikow in der Uckermark wurden von Nachkommen des Hauses Cremzow begründet. Die Gutsanlage befindet sich am westlichen Ende des Ortes, nördlich der Dorfstraße. Sie besteht aus einem rechteckigen Wirtschaftshof, der an der westlichen Seite begrenzt wird durch ein Herrenhaus und ein Inspektorenhaus sowie an der Südseite durch zwei Wirtschaftsgebäude. Die historische Bebauung der Ost- und Nordseite fehlt; teilweise entstanden dort in jüngster Zeit moderne Zweckgebäude. Auf dem Gutshof hat sich ein größeres Areal mit alter Kopfsteinpflasterung bewahrt. Die einst zum Gut gehörenden Freiflächen, die sich nördlich der Dorfstraße an den Gutshof anschließen, besitzen keinen Denkmalwert, sind aber im Sinne des Umgebungsschutzes für die gesamte Anlage bedeutsam.
Als dominanter Baukörper der Anlage wirkt das etwa mittig an der Westseite platzierte ehemalige Herrenhaus. Laut Quellen wurde es 1740 errichtet. Im Verlauf der folgenden Jahrhunderte erlebte das Gebäude mehrfach Umbauten. Zu größeren Veränderungen kam es vor allem im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, in den 1930er Jahren sowie besonders in der Phase nach 1945 mit der Umnutzung des Gebäudeinneren zu Wohnzwecken. Das Innere des Herrenhauses wurde nach 1945 durch den Einbau mehrerer Wohnungen stark verändert. Dieser wird jedoch wiederhergestellt.
Der ursprüngliche Grundriss lässt sich jedoch erkennen. Prägende Elemente der Struktur waren vermutlich ein zentral angeordnetes, relativ bescheidenes Entrée, von dem aus früher die seitlich im Erdgeschoß angrenzenden größeren Gesellschaftszimmer sowie über eine schlichte Treppenanlage das Obergeschoß mit kleineren Wohnräumen erschlossen wurden. Aus der Bauzeit bzw. frühen Umbauphasen haben sich in den genannten Räumlichkeiten nur vereinzelt Ausstattungsdetails erhalten; hervorzuheben sind Dielenfußböden, Teile der Treppe, Türen, Türbeschläge sowie ein Oberlicht im Eingangsbereich. An der Nordseite erhielt das Herrenhaus im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts einen großen Saalanbau. Er wurde über einem hohen Sockel aus gespaltenem Feldstein als Massivbau mit glatt verputzten Fassaden und sehr flach geneigtem Satteldach ausgeführt. An den drei freistehenden Seiten reihen sich große Rechteckfenster mit Kreuzstock- und Sprossenteilung.