Gutshof Roggow2019-05-23T10:05:50+00:00

Gutshof Roggow

Programm (Änderungen sind vorbehalten.)

15 – 20 Uhr
• Bildtafeln zur Pogge- Familie, zum Gutshaus und zur Gemarkung.
• Graphikausstellung über Städte und Landschaften in Mecklenburg-Vorpommern.
• Fotoausstellung über die Mecklenburgische Schweiz.
• Zeichnungen von Schülerinnen und Schülern der Johann Pogge- Schule Lalendorf.
• Historische Fotos vom Schlieffenberger Schloss.
• Zeichnungen zur geplanten Nutzung des Hauses.

Gutshof Roggow

(bei Lalendorf / Güstrow)
Poggeplatz 2
18279 Lalendorf

Das Gut Roggow bei Lalendorf befand sich 1807 im Besitz des Feldmarschalls Johann Ludwig Graf von Wallmoden-Gimborn. Von ihm ging es an den Leutnant Ludwig Graf von Wallmoden-Gimborn. 1827 erwarb der Landwirtschaftsreformer und Domänenrat Carl (Johann August Peter) Pogge das Gut Roggow, auf dem er bisheriger Pächter war. Auf Carl Pogge geht das sogenannte Poggeln, die Moorwiesen-Besandung, zurück. Als klassischer Autodidakt trug er durch seine Arbeit zur landwirtschaftlichen Ertragssteigerung gerade auf Feuchtwiesen bei und galt als bester Wiesenwirt weit und breit. Zwischen ihm und dem weltweit bekannten Agrarwissenschaftler Johann Heinrich von Thünen vom benachbarten Gut Tellow bestand eine enge Freundschaft. Nachdem Carl Pogge 1831 starb, übernahm sein Sohn Johann Pogge das Gut, 1854 Wilhelm Heinrich Pogge, 1866 Hermann Pogge, 1894 Franz Pogge (auf Krassow) und Wilhelm Pogge. Letzter Gutsbesitzer der Pogge-Familie war 1919 Johann Albrecht Pogge. 1934 befand sich das Gut im Besitz des Kaufmannes Friedrich Martz aus Teterow, von ihm ging es im gleichen Jahr an die Mecklenburgische Landgesellschaft und das Gut wurde aufgesiedelt. Das Gutshaus Roggow ist ein schlichter, eingeschossiger Bau, der seit seiner Entstehung um 1860 mehrfach umgebaut wurde. Nach 1990 wurde der Gutshof mit dem Gutshaus als soziale Einrichtung der Volkssolidarität betrieben. 2018 kam das Gutshaus bei einer Versteigerung 2019 in die Hände eines Nachfahren des Agrarreformers Johann Pogge. Oliver Haubrich plant, das bisher verstreute Pogge-Archiv im Gutshaus Roggow zu vereinen. Außerdem sind eine Seniorentagespflegestätte mit barrierefreien Wohnungen sowie ein Café in Planung.