Herrenhaus Vogelsang 2018-05-17T08:01:52+00:00

Herrenhaus Vogelsang

Programm

(Änderungen sind vorbehalten.)

ab 15 Uhr

    • Ausstellung der Designschule Schwerin „Entwürfe für Herrenhaus Vogelsang“
    • Gutshäuser im Wandel der Zeit, Stiftung Mecklenburg

15.30 | 16.30 | 18.30 Uhr

      • Führungen durch das Herrenhaus

17 | 19:30 Uhr

      • BaroqueBitches

ab 17 Uhr

      • Kutschfahrten

ab 21:30 Uhr

    • Finale der Mecklenburger Schweiz mit großer Abschlussrevue auf der Freitreppe

Herrenhaus Vogelsang

Lindenstraße 9
18279 Lalendorf-Vogelsang
Telefon: 0381. 128 939 2
Vogelsang liegt in einer von der Eiszeit geprägten wunderschönen, hügeligen Landschaft. Der neugotische Bau des Herrenhauses, mit markanten Gestaltungsmerkmalen aus dem „Hause Schinkel“, stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Gutshaus gehört zu den großartigsten neugotischen Bauten Mecklenburgs. Bei dem Gebäude handelt es sich um einen zweigeschossigen verputzten Backsteinbau mit flachem Walmdach und einem umlaufenden Zinnenkranz. Mittelrisalite an der Hoffront und Rückseite des Herrenhauses betonen zudem die Eingänge mit ihren vorgelagerten Freitreppen. Des Weiteren unterstreichen die symmetrisch angeordneten Türme die imposante Bauform. Aber auch die spitzbogigen Türen und Seitenfenster, welche sich im Inneren des Hauses als Gestaltungsmittel wiederfinden, fallen dem Besucher so fort ins Auge. Nach 24 Jahren Zeit des Leerstandes wird diese Perle derzeit wachgeküsst.

Geschichte

Der neugotische Bau des Herrenhauses, mit markanten Gestaltungsmerkmalen aus dem “Hause Schinkel“ stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und ist mit den Bauten aus Kittendorf oder Wardow vergleichbar. Das Gutshaus gehört zu den großartigsten neugotischen Bauten Mecklenburgs. Bei dem Gebäude handelt es sich um zweigeschossigen verputzten Backsteinbau mit flachen Walmdach und einem umlaufenden Zinnenkranz. Mittelrisalite auf der Hoffront und Rückseite des Herrenhauses betonen zudem die Eingänge mit ihren vorgelagerten Freitreppen. Des Weiteren unterstreichen die symmetrisch angeordneten Türme die imposante Bauform. Aber auch die spitzbogigen Türen und Seitenfenster, welche sich im inneren des Hauses als Gestaltungsmittel wieder finden, fallen dem Besucher sofort ins Auge und unterstreichen nochmals die Besonderheit dieser bauliche Anlage.

Als Fürst von Werle 1379 den Brüdern Wozenitz Vogelsang als Eigentum übergibt, wird der Ort erstmals schriftlich erwähnt. Das Gut befand sich im Besitz der Familie Wozenitz bis 1734. Erst die Familie von Plessen hat das Dorf Vogelsang angelegt. Das Lehngut wurde dann bis 1838 von der Familie von Plessen bewirtschaftet. Im 19. Jahrhundert wechselten die Besitzer häufig. Familie Manecke wird in den Jahren bis 1840 auf neuem Grund das jetzige Herrenhaus im Tudorstil für repräsentative Zwecke samt Parkanlage im englischen Landschaftsstil erbaut haben. 1856 kam es zu dem Verkauf. Es folgten A. L. C. Rudloff auf Frauenmark und Familie Rudloff, der 1884 die Änderung in ein Allodialgut (abgabenfreies Gut) erwirkte, um es im selben Jahr an den Hamburger Kaufmann Julius Hüniken zu verkaufen. Am Mittelrisalit findet man das Wappen der Familie Hüniken sowie die Daten „1884 erworben und 1893 erneuert“ noch heute. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts kam es zu erheblichen baulichen Eingriffen am Herrenhaus mit starken Versachlichungen im Außen sowie auf Funktionalität ausgerichtete Umbauten im Innen. Unter der Familie Hüniken erreichte das Gut einen wirtschaftlichen Aufschwung. Umfangreiche Zusatzbauten folgten nun zusätzlich zur Parkanlage mit Eiskeller und Teehaus. Ein Marstall mit Wasserturm, ein Kutscherhaus und ein Inspektorenhaus sind noch heute neben einigen kleinere Stallgebäuden und einem wunderschönen Apfelgarten von der ursprünglichen Gutsanlage als geschlossenes Ensemble erhalten.

Bis zur Vertreibung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges blieb das Gut im Besitz der Familie Hüniken. 1946 richtete die Rote Armee ein Versorgungsgut ein. Danach wurde es Volkseigenes Gut. Seit 1988 steht das Herrenhaus leer. Es befindet sich seit 2010 nach wechselnden Vorbesitzern im Privatbesitz.