Schloss K 2017-07-13T10:11:00+00:00

Schloss K

Schloss K

Am Gutshaus 15
18184 Klein Kussewitz
Anlässlich der MittsommerRemise 2017 öffnet das Schloss „K“ in Klein Kussewitz bereits ab 12 Uhr für interessierte Lustwandler seine Türen zu einem Rundgang durch das Haus und den wunderschönen Landschaftspark. Vom Bücherboden mit tausenden Büchern und Zeitschriften, dem historischen Jagdzimmer und Salons mit der Verkaufsausstellung „Antik & Tüddelkram‘‘, bis zum Gewölbe mit Eiskeller kann man das komplette Haus entdecken. Interessante Geschichten über das Haus hören Sie während den stündlichen Führungen zwischen 13 bis 19 Uhr. Lauschen Sie auch den verschiedenen Künstlern, die ihr musikalisches Können präsentieren. Erfahren Sie mehr über im Ort gebrannte Premium-Spirituosen! Die Erste Männerhobby GmbH & Co KG ist mit von der Partie und präsentiert ihre regionalen, hochprozentigen Kreationen. Den ganzen Tag verwöhnt Sie die Schlossküche mit landestypischen Speisen, sowie feinen Kaffeespezialitäten und selbstgebackenem Kuchen. Wenn Sie das Wochenende in vollen Zügen genießen möchten, übernachten Sie herrschaftlich in unserem Mutterhaus, dem Schlosshotel Nordland in Groß Potrems. Buchen Sie dort das besondere „Mittsommernachtstraum“ Angebot!

Geschichte

Das Baujahr des Herrenhauses ist auf 1860 geschätzt, die originalen Bauunterlagen sind leider verschollen. Die für die Neogotik typische Begeisterung für mittelalterliche Burgen und Döme, spiegelt sich auch in der Architektur dieses Hauses wieder. Neben den typischen Stuckelementen am und im Haus, besticht das Entrée nicht durch herrschaftliche Weite, sondern durch seinen burgähnlichen Charakter.

Eingeschlossen durch einen wunderschönen Landschaftspark diente das Gutshaus seit seiner Entstehung für seine Herrschaft als Lebensmittelpunkt. In chronologischer Reihenfolge lebten in Klein Kussewitz folgende Gutsherrschaften: Ernst Christ. Frehse (1803), Therese Caroline Elisabeth Schomann, geb. Frehse (1868), August Schomann (1894). Als der bekannteste und bedeutendste Gutsherr gilt der Bremer Kaufmann Julius Kulenkampff (1908). Nicht nur für seine Liebe zog er ins schöne Mecklenburg, sondern führte im Haus umfassende Modernisierungsarbeiten durch, damit seine Angetraute sich auch wohl fühlen möge. So wurde eine Warmwasseranlage installiert und selbst der Gesindebereich war mit fließendem Wasser ausgestattet, eine für den Beginn des Jahrhunderts wahrlich herausragende Anschaffung.

Nach 1945 erfuhr das Gutshaus ein ähnliches Schicksal wie so viele seiner Art in Mecklenburg: Die Gutsherrschaft wurde enteignet (die Legende sagt, Kulenkampff habe sich daraufhin im Park erschossen) und der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. So befand sich hier u.a. das Gemeindebüro, eine Gasstätte, der Dorfkonsum und war bis zum privaten Kauf 2002 noch teilweise bewohnt.

Seitdem das Gutshaus in privater Hand ist, wird es nun seit nunmehr 10 Jahren eigenhändig restauriert und hat dadurch eine Menge seines ursprünglichen Charme zurück erhalten. Die Tatsache, dass es von Ortsansässigen immer schon liebevoll das „Schlösschen“ genannt wurde, zeigt, dass es fortwährend einen besonderen Platz im Herzen der Menschen hatte. Somit stand auch fest, dass Schloss „K“ der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden sollte. Seit 2007 wurden hier im historischen Musiksalon am restaurierten Blüthner Flügel die ersten Klavierkonzerte veranstaltet, seitdem öffnet es jeden Samstag und Sonntag seine Türen. Neben dem berühmten sonntäglichen Gutsherrenbrunch gibt es im Haus eine antiquarische Verkaufsausstellung, in der man viele Kuriosa aus der Vergangenheit entdecken kann.