Schloss Lühburg 2017-07-13T10:12:57+00:00

Schloss Lühburg

Schloss Lühburg

Dorfstraße 38
17179 Lühburg
Telefon: 039972. 591 110
Zwischen Tessin und Gnoien an der B 110 liegt Lühburg, dessen Grundmauern bis ins 12. Jhd. reichen. Die heutige dreiflügelige Anlage wurde 1730 erbaut und hat die fast dreihundert Jahre gut überlebt. Die Grafen Bassewitz waren hier die meiste Zeit zuhause, seit 2010 lebt die Urenkelin des letzten Grafen Bassewitz mit ihrer Familie wieder hier im Haus. Ferienwohnungen, Festsäle, Standesamt, Parkfeste sollen die Instandhaltung des Hauses sichern und anderen Menschen das Flair des Hauses zeigen. Viele Sanierungspflichten wurden schon erfolgreich abgeschlossen, kleinere müssen noch folgen. Hierbei wird versucht, den Spagat zwischen alter Sub stanz und modernen Möglichkeiten zu finden. Eine besondere Herausforderung ist die Parknutzung. Er gehört der Gemeinde, gehört aber auch zum Ensemble und wird seit 2 Jahren mit ehrenamtlicher Hilfe der Gemeinde wieder urbar und nutzbar gemacht. Dabei ist der Erhalt der Bäume und die Strukturen der Sichtachsen vorrangig.

Geschichte

Wenn doch Mauern oder Bäume sprechen könnten? Viel wäre zu erfahren über dieses Haus, vieles ist in den Jahrhunderten verloren gegangen. Aber es gibt auch manches zu berichten.

Die barocke Dreiflügelanlage wurde 1730 erbaut. Die Vorgängerbauten sollen bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen, einige Gewölbe zeugen noch aus dieser Vorzeit. Die in der Region beheimatete Familie Bassewitz errichtete das Gutshaus. Umliegende Ländereien ernährten die Familie und vor allem das Dorf. Fast alle landwirtschaftlichen Gebäude haben die letzten 100 Jahre leider nicht überdauert. Gebraucht wurde aber glücklicherweise das Gutshaus. Bis 1945 wurde es fast ausschließlich von der Familie Bassewitz bewohnt, danach erfuhr es vielfältige Nutzung, fast üblich für Häuser dieser Größenordnung. Zuerst kamen die Flüchtlinge (einige blieben bis nach der Wende im Haus wohnen), dann zog die Sozialstruktur ein: Konsum, Gaststätte, Gemeindebüro, Post, Schule, Bücherei und Kindergarten.

Es wurde also gebraucht und dadurch auch erhalten. Selbst ein großer Brand 1966 führte nicht zur Aufgabe dieses Hauses. Es wurde teilweise saniert, genauso wie hier die Jahre 1885, 1996 und 2011 zu erwähnen sind.
Auch in Zukunft wird dieses Haus weitere Sanierungen benötigen. Aber es hat seinen Charakter bewahrt und heute wieder positive Ausstrahlung. Die Säle werden für Hochzeiten, Familienfeiern und Konzerte genutzt, der Rest des Hauses ist in Ferienwohnungen unterteilt. Einen kleinen Teil bewohnt die Eigentümerin mit ihrer Familie. 2010 erwarben sie das Haus. Auch hier war ein bisschen Familiensinn dabei, ist sie doch die Urenkelin des letzten Eigentümers vor 1945.