Schloss Wrangelsburg2019-05-20T11:14:03+00:00

Schloss Wrangelsburg

 

Programm

(Änderungen sind vorbehalten.)

10.30 | 11.30 | 13.30 Uhr

  • Führungen

ganztägig

  • Kaffee, Kuchen & Getränke stehen bereit.

Schloss Wrangelsburg

Schlosspl. 2, 17495 Wrangelsburg

Wrangelsburg ist eng mit dem schwedischen Teil der Geschichte Vorpommerns nach dem dreißigjährigen Krieg verbunden. Der Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern, Carl Gustav von Wrangel nahm das bis dahin Vorwerk genannte Gut als privaten Wohnsitz. Das Schloss in der jetzigen Form wurde um 1880 durch Carl Leopold von Hohmeyer im neogotischen Stil errichtet.

Das Schloss befand sich ab 1929 im Besitz der Familie von Kamenke. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude Quartier der Sowjetischen Militäradministration. 1946 wurde es Altersheim und von 1950 bis 1957 war hier ein Jugendwerkhof untergebracht. Anschließend diente es bis 1958 als Pflegeheim. Danach wurde es bis 1997 als Kinderheim genutzt. Im Jahr 1999 wurde das Gebäude von der Gemeinde gekauft. 2012 kaufte der EWE Konzern das Schloss, der es bis 2017 sanieren wollte. Hierzu kam es jedoch nicht. Auf das Schloss war die Familie von Poblotzki bei einem Ausflug aufmerksam geworden und hat sich in das Haus verliebt. Die Familie von Poblotzki erwarb es 2017 und saniert es seitdem mit viel Liebe zum Detail. Das Schloss erhielt ein neues Dach mit neun Türmchen und zwölf neuen Gauben. Außerdem wurden 101 Fenster gewechselt und die Fassade komplett erneuert. Das Highlight war der Turmaufbau mit zwei kleinen dazugehörigen Türmchen. Ein großer Kran hat die tonnenschwere Konstruktion unter den Blicken zahlreicher Einwohner bis ins Dachgeschoss des Schlosses gehoben. Der Turm ist begehbar und über drei Treppen vom Turmzimmer aus zu erreichen. Im Erdgeschoss sind die Zimmer fertig renoviert und komplett eingerichtet. Zur Zeit wird noch in der zweiten Etage gewerkelt, damit die Familie im Juli 2019 einziehen kann.

Bei dem Schloss handelt es sich um einen zweieinhalbgeschossigen, rechteckigen Putzbau auf hohem Sockel, dessen Mitte durch einen pyramidenstumfförmigen Turmbau betont wird auf dem sich eine Aussichtsplattform mit Fahnenmast befindet. Dem Turm vorgelagert ein Altan mit Spitzbogenöffnungen. Darüber, im Obergeschoss drei Fenster mit Dreipassmotiven und dem Homeyersche Wappen in spitzbogiger Fensterverdachung. Am Nordgiebel im Obergeschoss des Hauses befindet sich ein Erker mit Terrassenabschluss sowie an der Westseite im Erdgeschoss und am Südgiebel ist ebenfalls eine große Terrasse vorhanden. Die Seeseite (Osten) soll früher ebenfalls ein Vorbau mit Abgang zum Park geschmückt haben, so dass man zu jeder Himmelsrichtung einen Freisitz hatte. Diese Terrasse zur Seeseite wird wieder nach historischem Vorbild hergestellt.

Im Schloss befinden sich viele originale Ausstattungselemente wie Türen sowie teilweise vergoldeter Stuck und Wandverkleidungen. In der ehemaligen Gutsküche im Souterrain steht noch der große Küchenherd (Kochmaschine).

Hinter dem Schloss ist ein Park, der sich entlang des Südufers des Schlosssees erstreckt, dessen Ursprünge bis 1750 zurückreichen. Zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde er zum englischen Landschaftspark erweitert. Im Park befindet sich eine zum Naturdenkmal erklärte Esche.