Gutshaus Ludorf2022-05-16T08:26:47+00:00

Gutshaus Ludorf

Programm

(Änderungen sind vorbehalten.)
10 – 18 Uhr    Ausstellung „“Im wasserweiten Land – Gemälde von Daniela F. Lüers““ im Barocksaal mit Deckenmalereien aus der Erbauerzeit

12:30-15:30 Uhr    Mittagessen im Restaurant Morizaner mit Terrasse unter dem Storchennest

12:30-18 Uhr    Kaffee und Kuchen im Restaurant Morizaner mit Terrasse
15 | 17 Uhr  Führung durch Gut und Park „1000 Jahre Mecklenburg“
ab 18 Uhr    SLOW FOOD Abendessen im Restaurant Morizaner (bitte reservieren! 0399 318 – 400)

Romatikhotel Gutshaus Ludorf

17207 Ludorf / Müritz
Telefon: 039931. 840 0

Im Jahre 1698 im Stile der dänischen Klinkerrenaissance erbaut, zieren noch heute interessante Deckengemälde aus der Erbauerzeit das historische Interieur des Hauses. Ein englischer Landschaftspark reicht bis zur Müritz. Einzigartig in Norddeutschland ist die im 12.Jh. erbaute, oktogonale Patronatskirche im Stile der Jerusalemer Grabeskirche. Das Ludorfer Gutshaus ist seit 1998 im Besitz der Familie Achtenhagen, die es nach behutsamer Sanierung als „Romantik Hotel Gutshaus Ludorf“ führt. 26 landadlig eingerichtete Zimmer, ein kleiner feiner Wellnessbereich und vielfältige Arrangements und Aktivitäten um und im Müritz Nationalpark laden zum Erholen, Verwöhnen und Genießen ein.

Die Küche des Gutsrestaurants „Morizaner“ verarbeitet in erster Linie regionale Produkte und Selbstangebautes aus dem Gutsgarten. Hier wird die bodenständige Mecklenburgisch-Pommersche Küche zum neuen Leben erweckt. Als Slow Food Förderer verzichtet man auf eine herkömmliche Speisekarte und setzt stattdessen auf täglich wechselnde, mehrgängige Menüs.

Geschichte

Seit weit mehr als 1000 Jahren ist das Gebiet rund um die Müritz ein eigenständiger Siedlungsraum. Der hier lebende slawische Stamm gab der Müritz ihren Namen: Morce = kleines Meer. Ihre Anwohner nannten sich Morizaner.

Ob es nun ein slawischstämmiger oder ein nach Osten kolonisierender deutscher Adeliger war, der die erste Burg in der Ludorfer Feldmark baute, liegt im Dunkeln der Geschichte.
Auf jeden Fall war es ein Ritter namens Morin.

Wipert von Morin war es auch, so ist es überliefert, der von einem Kreuzzug ins Heilige Land die Idee von der Form der Ludorfer Gutskirche mitbrachte. Einzigartig in Norddeutschland hat sie den gleichen Grundriss wie die Kirche vom Heiligen Grabe in Jerusalem. Geweiht 1346, geht man jedoch davon aus, dass sie noch gut 150 Jahre älter ist.

Im Auf und Ab der Geschichte hatte auch die Ludorfer Herrschaft nicht immer glückliche Zeiten.

So war es der Henneke von Morin, der 1638 während des 30jährigen Krieges aus großer Not die Glocken der Kirche verkaufen musste, um ein Pferd zu erhalten, das ihn dann:
„ auf einer Schlöpe zu Grabe trecken mußte, inmaßen auch das Pferd nicht lange danach in einen Brunnen gefallen und elendig gestorben.“ (Visitationsprotokoll – 1640)
Nach dem Ende des 30jährigen Krieges wurde dann der alte Stammsitz der Morins aufgegeben (heute noch als Burgwall gut erhalten, ca. 500 m nördlich zur Müritz).

Adam Levin von Knuth, dänischer Oberkammerjunker (Ministerpräsident), der eine Morin-Tochter geheiratet hatte, baute 1698 das „neue Haus“ unter Verwendung der alten Burgmauern im Stile der „dänischen Klinkerrennaicance„.

Und da steht es heute noch. „Seit mehr als 300 Jahren Mittelpunkt des wohl schönsten Guts Mecklenburgs, das als Halbinsel in den größten deutschen Binnensee, die Müritz, ragt, umgeben von Wasser, Moor und Schilf.“ (Götz von Bülow – Sohn des letzten Besitzers 1945)